Die gesamte Grund- und Mittelschule Saal blickt mit Stolz und voller Freude auf das vergangene Schulfest zurück. Die Lehrer und Schüler mit ihren Familien versammelten sich gemeinsam in der Schulturnhalle, denn es gab einen besonderen Anlass: Die Auszeichnung als Schule ohne Rassismus und mit Courage.  Hintergrund ist das große Engagement der ganzen Schule für die Flüchtlinge, die inzwischen ja fester Bestandteil unserer Schule sind. Unsere Schulband begleitete die zahlreichen Reden und Aufführungen der Kinder mit verschiedenen Songs. Sie eröffneten das Spektakel mit dem Song  ,,Sweet Dreams‘‘. Anschließend erfreuten sich alle an einem großen Fest mit verschiedenen Gerichten aus allen Ländern, Schmankerl vom Grill und einem großen Kuchenbuffet (an dieser Stelle auch ein dickes Dankeschön an die vielen Helfer und dem Elternbeirat, der die Bewirtung toll organisiert hat). Freude bereitete den Gästen außerdem die 2-Mann-Band „Da Ulli und i” (die Regensburger Musiker Josef Erl und Ulli Gröben). Zum Abschluss gab es noch ein kleines Theater von der schuleigenen Schauspiel-AG. Nach einem gemütlichen Zusammensitzen endete das Schulfest – leider.

Fotos: Amancay Engelhardt und Leo Rieger
Text: Amancay Engelhardt & die Klasse 9V
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Eine Welt –unendliche Vielfalt

 Die Welt ist schön, bunt und vielfältig Miteinander Die Grund- und Mittelschule Saal ist jetzt eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”. Der Titel dieser Auszeichnung kennzeichnete das Schulfest. Kinder, Eltern, Großeltern, Lehrer und Mitglieder des Elternbeirates tummelten sich im Gebäude. Schulfest war angesagt. Bei insgesamt 375 Schülern an der Grund- und Mittelschule Saal kommen da eine Menge Leute zusammen. Viele Klassen trugen ihren Beitrag Spiel zum Ablauf bei. Alles drehte sich um das Jahresmotto „Eine Welt”. Integration sei ja ein gesellschaftliches Thema. Zudem wird die Schule, und das nicht nur wegen der Übergangsklassen, von Kindern und Jugendlichen aus vielen Nationen besucht. Gemeinsamkeit wird nicht nur gefördert, sondern auch gelebt. Eltern von Schülern mit Migrationshintergrund hatten Speisen aus ihren Heimatländern zum Probieren mitgebracht. Rektor Thomas Köppl berichtete voller Stolz von den Schülern der Klasse 10 V und deren Klassenleiter Philipp Meier. Denen sei es zu verdanken, dass die Schule die Auszeichnung „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage”entgegen nehmen dürfe. 43 Prozent der Schüler kommen aus 49 Ländern. Er und das Lehrerkollegium hätten damit keine schlechten Erfahrungen gemacht. PatrickSkrowny von der Bundeskoordinationsstelle „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” erläuterte, was hinter dieser Auszeichnung steckt. Das europaweite Demokratienetzwerk für Schulen gegen Ausgrenzung sei 1988 von Schülern in Belgien entwickelt worden. Seit 2014 habe der Jugendring die Betreuung und die Neuaufnahme von Schulen in Bayern übernommen. Insgesamt gibt es mittlerweile bayernweit 380 Schulen, die sich an der Aufgabe beteiligten. Sein Dank galt der Klasse V 10 mit Lehrer Philipp Meier für die gesamte Vorarbeit . Am Standort hätten sich 93 Prozent aller Menschen, die im Schulgebäude zu tun haben, mit ihrer Unterschrift verpflichtet, jeglicher Ausgrenzung entgegen zu treten. „Doch damit beginnt die Arbeit erst” , so Skrowny. Die gestellte Selbstverpflichtung gegen Diskriminierung müsse durch die Zeit getragen werden. Patin Monique Sonnenschein appellierte: „Geht alle mit offenen Herzen auf die verschiedensten Menschen zu ”.Bürgermeister Christian Nerb sagte:„Immer wenn ich ins Schulhaus komme, sehe ich fröhliche Kinder und fröhliche Lehrer ”. Dies sei vermutlich dem „wunderbaren Schulhaus mit moderner Ausstattung geschuldet”.  Auch heuer investiere der Schulverband, dessen Vorsitz Nerb innehat, wieder. Der Vorplatz bekomme während der Sommerferien „ein neues Gesicht”. Im Schuljahr 2016/17 werden etwa 400 Schülerinnen und Schüler in Saal die Schulbank drücken. Marion Häusler-Lindl führte durch das Programm der Schüler in der Turnhalle. Zum Auftakt gab die Schulband ein Stück zum Besten. Kinder der 4. Klasse begrüßten die Gäste in den verschiedensten Sprachen. Dies freute nicht nur Schulfestbesucher mit aus ländischen Wurzeln. Von der 2. Klasse wurde das Jahresmotto „Eine Welt”körperlich dargestellt. Viertklässler sagen das Lied mit dem Titel „Anders als Du“. Von den Sechstklässlern wurde ein szenisches Spiel dargeboten, in dem weiße Labormäuse nach ihrem Ausbruch schwarzen Stadtmäusen imU-Bahnschacht begegnen. Klar,Vorurteile bleiben da nicht aus. Erst als eine Bahn alle durcheinanderwirbelte und die Mäuse mit Staub beschmutzt waren, stellen sie fest: „So verschieden sind wir gar nicht”. Und die Moral von der Geschichte: Urteile nie über einen Menschen, bevor du ihn nicht kennen gelernt hast. Das kleine Stück der Theater-AG unter Leitung von Marion Häusler-Lindl stellte vorurteilsfrei Kinder in den Mittelpunkt. Nur sie könnten, ganz ohne „Zerrbrille”die Schönheit der Welt betrachten. In der Aula labten sich die Besucher am kulinarischen Buffet. „Da Ulli und i”, also Ulli Groeben und Josef Erl sorgten für Unterhaltungsmusik. Für die Verpflegung vom Grill, sowie für Kaffee und Kuchen waren die Elternbeiräte mit Vorsitzender Christiane Urmann (Mittelschule) und Azana Zeyneb
Aparicio (Grundschule) zuständig. Bei einem fröhlichen Zusammensein ging das Schulfest zu Ende.
Nach Evi Schmidl, 11.06.2016 Mittelbayerische Zeitung

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