Die ersten Entlassschüler aus „9 plus 2” werden in die Saaler Schulgeschichte eingehen.

 

Nach dem Schulabschluss-Gottesdienst in der Kirche Christkönig trafen sich Lehrer, Schüler und Eltern in der Schulaula zur Zeugnisübergabe. Rektor Thomas Köppl freute sich, dass auch einige Heimatbürgermeister der „9 plus 2” Absolventen gekommen waren. „Und die nicht Anwesenden, die durch die Verabschiedungen an ihren Gemeinden und Städten gebunden sind, lassen euch grüßen, gratulieren und wünschen euch für die Zukunft das Beste”, sagte er zu den Schülern gewandt und fügte humorig an, „wenn alle eure Bürgermeister da wären, könnten wir eine Bürgermeisterversammlung abhalten”. Der Rektor zeigte sich stolz, „weil heuer zum ersten Mal Schüler mit Mittleren Schulabschluss die Schule Saal verlassen”. Die Zeit empfinde der Mensch oft wie einen Strom, fuhr er fort. Mal fließe sie schnell dahin, mal plätschere sie und mal schien es, als stünde sie still. Ereignisreiche Jahre mit vielen Erlebnissen, Ausflügen, Praktikas, Erfolgen und Niederlagen, hätten die Jugendlichen an der Schule erlebt. Nun nehme der Lebensweg eine neue Wendung. Weiterführende Schule oder Beruf, neue Gemeinschaften, Altbekanntes verlieren. Den meisten Menschen machten solche Einschnitte ein wenig Angst. Köppl wünschte, „dass die Straße die ihr gewählt habt, die Richtige ist”. Bürgermeister Christian Nerb sagte: „Im zu Ende gehenden Schuljahr habt ihr alle ein großes Lernpensum bewältigt und mit tollen Ergebnissen den Abschluss geschafft”. Die Mühen hätten sich gelohnt, „auch wenn es sicherlich manchmal schwer gefallen ist”. Gute Schulabschlüsse öffneten viele Türen. Die Gesellschaft sei auf junge, tatkräftige Menschen angewiesen, die bereit wären, mit anzupacken. Die ersten Entlassschüler aus „9 plus 2” werden in die Schulgeschichte eingehen, mutmaßte Nerb. Sein Dank galt Schülern für den Fleiß, sowie Eltern und Lehrern für die tatkräftige Unterstützung.

Die Schülersprecher Sven Adelung, Lorena Dakaj und Daniel Lange sagten ihren Dank Lehrkräften, Schulleitung, Sekretärin Christine Wochinger und Hausmeister Petrik Stolp. Neben all dem was abverlangt wurde, sei der Spaß an der Saal Schule nie zu kurz gekommen.

Marius Heerwagen, Leiter der 9. Klasse, verglich seine Schüler mit Bäumen. Manche mussten besonders viel gedüngt und gewässert, andere wieder öfter mal zugestutzt werden. Insgesamt aber hätten alle nur ein Ziel gehabt: den Quali zu schaffen. Er rief „seine” Schüler namentlich zur Zeugnisübergabe auf, hatte für jeden einen persönlichen Satz und eine Holzscheibe, geschnitten aus einem Stamm, dabei.

Philipp Meier fungierte als Klassenleiter der 10. Klasse. „Die Prüfungsergebnisse können sich sehen lassen”, freute er sich. Da für jeden Schüler vor zwei Jahren an der Saaler Schule alles neu war, habe die Klassengemeinschaft erst zusammen wachsen müssen. „Ihr habt das toll gemacht”, lobte er. „Zusammen gelacht, zusammen gelernt, zusammen gejammert”. Über allem seien jedoch immer Zielstrebigkeit, Fleiß und Ehrgeiz geschwebt, einen guten Abschluss zu machen. Auch er rief die Entlassschüler namentlich zur Zeugnisübergabe auf. Um den Vormittag ein wenig aufzulockern, sangen die Drittklässler den „Abschluss-Rap”, die Schulband spielte und die 5. Klasse unterhielt mit dem Lied „Wir sind groß.” Abschließend zeigte die 9V Impressionen aus den Abschlussklassen.

 

Text: Nach Evi Schmidl, 23.07.2016 Mittelbayerische Zeitung
Fotos: Amancay Engelhardt
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