Vier Saaler Schüler hatten eine Eins vor dem Komma – zwei schlossen mit der mittleren Reife ab, zwei machten den Quali.

Die besten Saaler Schüler mit Rektor Thomas Köppl (M.), Bürgermeister Christian Nerb (hi. li.) und Bürgermeister Manfred Jackermeier (hi. re.) Foto: Eder

Saal.Mit 9plus2 zur mittleren Reife. Diese Chance haben vierzehn Schüler der Mittelschule Saal genutzt. Alle haben jetzt den mittleren Bildungsabschluss in der Tasche. Anna Maria Michelberger (Langquaid) war mit 1,78 beste Absolventin. Ebenfalls eine Eins vor dem Komma hatte die Paintnerin Patricia Chudaj 1,83. Eine 2,1 stand für die Drittbeste Maria Fahrnholz (Saal/Donau) im Zeugnis. Mit 2,25 hatten alle vierzehn einen ausgezeichneten Schnitt, so Rektor Thomas Köppl.

Erfolgreich beim Quali

Beim qualifizierenden Bildungsabschluss hatte der Teugner Marian Wiecorek 1,6.,Nadine Frodl 1,9 (Abensberg-Pullach) und Julian Bachmann (Saal/Donau) hatte eine glatte Zwei.

Köppl betonte, dass es für ihn als Lehrer die letzte Gelegenheit sei, auf seine Entlassschüler einzuwirken. In einer Art Schulstunde fragte er ein paar Daten ab, die aussagten, dass es der erste Schultag für die Ausscheidenden war. Damals hatten sie in ihrer Schultüte neben Naschereien und Sonstigem vor allem gute Wünsche und die Hoffnung auf ein Erfolgreiches Gelingen, was mit dem heutigen Tage schriftlich bestätigt werde. Aber die „Büchse der Pandora“ war mit dabei, die so mancher öffnete. So kam es zum Problem von möglichst kleinen Zahlen und Buchstaben, die die Schüler in Hefte zaubern. Lehrer brauchen dabei nicht nur gute Augen, sondern auch detektivisches Können um Hieroglyphen zu entziffern sowie richtig zu zuordnen. „Das Wichtigste war, dass ihr jetzt Wesentliches von Unwesentlichen unterscheiden könnt. Schifffahrt mit zwei oder drei „f“ zu schreiben, ihr wisst es jetzt. An euch ist es jetzt, mit Selbstvertrauen euren Erfolg qualitativ zu gestalten.

Saals Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Christian Nerb sagte: „Ihr habt als Zwischenziel den ersten Gipfel erklommen. Die Anstrengung hat sich gelohnt. Lehrer, Eltern und auch die Gemeinde im Hintergrund haben euch geleitet und begleitet.“ Nerb bedauerte, dass Schulleiter Köppl jetzt nach zehn Jahren die Leitung abgibt. Er wechselt an die Hallertauer Mittelschule nach Mainburg. Konrektorin Marion Häusler-Lindl übernimmt.

Positive Überraschungen

„Wie auf hoher See war es phasenweise eine schulische Odyssee der neunten Klasse, die uns am Ende alle positiv überraschte. Aber manchmal standen sie vor der Meuterei. Alle zeigten Stärke und übertrafen die gesteckten Ziele“, verdeutlichte Lehrer Philipp Meier für Klassleiter Johannes Ehrismann (Elternzeit). Klassleiterin Amancay Engelhard (10V) hatte es als Nordlicht schwerer „einem Haufen Bayern Deutsch und ein bisschen Englisch beizubringen“. Das Fach Deutsch hieß „Deitsch“ und „Ha war immer die richtige Antwort“ stellte sie fest. Sie lies viele Anekdoten Revue passieren. Sie erzählte, dass eine Schülerin fragte, ob sie auch vorsitzen kann. Sie wird bald ihre Aufgaben nicht dabei haben, um sich dann das Nachsitzen zu ersparen.

„Des hob i a no net ghabt“, rief Sekretärin Christina Wochinger erstaunt aus, als sie als „guter Geist“ von den Schülern der 10V ein Geschenk erhielt. Musikalisch sowie Bildern aus dem Schulleben umrahmten die Schüler die Feierstunde.

Quelle: Mittelbayerische 22.07.17, Josef Eder
Fotos aus der Galerie: Georg Schrödel

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