Ihn brachte nichts aus der Ruhe

Saals Schulleiter geht nach Mainburg. In zehn Jahren kämpfte Thomas Köppl erfolgreich gegen Schülerschwund und Bau-Probleme.

Saals Bürgermeister Christian Nerb und sein Teugner Kollege Manfred Jackermeier (re.) verabschiedeten Schulleiter Thomas Köppl mit einem Geschenk. Foto: Eder

Thomas Köppl, der Rektor der Grund- (GS) und Mittelschule (MS) Saal, verlässt nach zehn Jahren seine Schule. Die vergangenen fünfeinhalb Jahre war er auch für die GS verantwortlich. Zu Beginn des neuen Schuljahres übernimmt er die Leitung der Hallertauer GS und MS in Mainburg. Seine Nachfolgerin in Saal wird Konrektorin Marion Häusler-Lindl.

Ein Faible für Sanierungen?

Für Köppl war es eine bewegte Zeit. Anspruchsvoll mit der Integration von Übergangsklassen mit Flüchtlingen. Diese sieht er positiv. Sie werden in einer gebundenen Ganztagsschule unterrichtet. Der Europäische Sozialfonds fördert sie mit zusätzlichen Lehrerstunden und einem Sozialpädagogen. Des Weiteren kam mit „9plus2“ die Chance, dass die Schüler die mittleren Reife in Saal erhalten. Und dann war da noch die Renovierung des Schulgebäudes.

Der Schulleiter hat eventuell ein Faible für solche Aufgaben, denn auch in seiner neuen Wirkungsstätte steht eine Renovierung an. Vielleicht ziehen ihn solche Herausforderungen an. In Saal hat er sie exzellent gemeistert. Das bescheinigte Köppl bei der diesjährigen Abschlussfeier der Absolventen vor wenigen Tagen Saals Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Christian Nerb.

100 Schüler mehr in den Räumen

Er bedauerte in seinen Abschiedsworten den Weggang des Schulleiters. „Sie haben unserer Schule mit dem gesamten Lehrerkollegium ein neues Profil vermittelt. Im Kampf gegen sinkende Schülerzahlen ihr Bestes gegeben und dadurch diesen Trend gestoppt. Jetzt haben wir weit über 100 Schüler mehr in den Räumen der GS- und MS. Die Tablets, die die fünften Klassen jetzt im Unterricht nutzen, waren ihre Idee. Die Sanierung der Schule von 2009 bis 2016 erfolgte kurz nach ihrem Amtsantritt. Jetzt ist sie abgeschlossen. Der krönende Abschluss war bei der Sanierung ein großer Wasserschaden in der Schulküche, sogar der brachte sie nicht aus der Ruhe“.

Nerb fuhr fort, dass der Schulleiter, sein Schulschiff bei allen bildungspolitischen Umbrüchen sicher durch die manchmal raue See gesteuert habe.

Rektor Köppl sei durch die vielen Herausforderungen gereift. Jetzt suche er eine neue Aufgabe. Die Hallertauer Grund- und Hauptschule wird für circa 14 Millionen ebenfalls saniert. „Sie waren ein angenehmer, innovativer und sehr verlässlicher Partner. Sie brachten unserer Schule Glück. Aber ich glaube, sie lieben es auch Staub zu kehren, darum vermutlich die Entscheidung für Mainburg“, scherzte Nerb.

Köppl entgegnete ernst und dann schelmisch: „Ich gehe mit schweren Herzen. Hier war es familiär. Aber die Alternative wäre gewesen, sie hätten mich noch 15 Jahre ertragen müssen. Aber hätte das nicht die Kinder und Lehrer überfordert?“.

Teugns Bürgermeister Manfred Jackermeier, er ist stellvertretender Schulverbandsvorsitzender, überreichte mit Nerb ein süßes Abschiedsgeschenk.

Mittelbayerische vom 27.07.17, Josef Eder

Impressionen von der Verabschiedung:

Fotos: Michaela Wasner-Cuffy

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