Am Dienstag, den 21.05.2019 ging es für 93 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 – 10V der Mittelschule Saal bei der Juniorwahl an die Wahlurne.

Die Juniorwahl ist einer klassischen Wahl mit Stimmzetteln nachempfunden und stellt eine authentische Simulation des regulären Wahlaktes der Europawahl 2019 dar. Ziel ist es, das aktive Erleben von Demokratie zu ermöglichen.

Deshalb standen in den letzten Wochen die Themen „Europa“ sowie  „Demokratie und Wahlen“ auf dem Stundenplan der Schülerinnen und Schüler und nun erhielten sie endlich die Gelegenheit  – wie bei der „echten“ Europawahl am 26. Mai 2019 – ausgestattet mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis im eigens dafür errichteten Wahllokal in der Aula der Schule ihre Stimme abzugeben. Mit einer Wahlbeteiligung von 73,1 Prozent nahm ein Großteil der wahlberechtigten Schüler das Angebot an.

Bevor die Stimmzettel jedoch ausgefüllt und abgegeben werden konnten, wies der Saaler Bürgermeister Christian Nerb auf die Bedeutung von Wahlen als eine Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung von Demokratie hin und ließ es sich nehmen, die versammelten Schülerinnen und Schülern auf ihr erworbenes Wissen zur Wahl und über Europa zu testen.

12 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer legten bereits im Vorfeld Wählerverzeichnisse an,  sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Wahl und zählten im Anschluss die Stimmen aus. Sie übernahmen damit aktiv Verantwortung Vielen Dank dafür!

Bundesweit sind über 2.700 Schulen mit über 650.000 Schülerinnen und Schüler am Projekt beteiligt: Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses ihrer Schule müssen sich die Schülerinnen und Schüler jedoch noch bis Montag früh gedulden. Schließlich soll niemand in seiner Wahlentscheidung am Sonntag beeinflusst werden. Das Gesamtergebnis aller beteiligten Schulen der Juniorwahl ist ab dem Wahlsonntag, den 26. Mai 2019 um 18:00 Uhr auf http://www.juniorwahl.de zu finden.

Hintergrund Juniorwahl

Die Juniorwahl zur Europawahl 2019 wird bundesweit gefördert durch das Europäische Parlament, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundeszentrale für politische Bildung. Gefördert wird die Juniorwahl zur Europawahl 2019 in Bayern durch Dr. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei und bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien und Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus.

Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich  schon mehr als 3 Millionen Jugendliche beteiligt.  Damit zählt die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland.

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Text: Uta Bernard- Lippert, Kumulus e.V.

Fotos: Uta Bernard-Lippert, Joline Klötzer